Kreative Pause mal unterbrochen, und ich geb mal kurz nen Zwischenstand:
Das (mein) Leben, wurde ein bischen durchgewirbelt. Ja hört sich dumm an, aber auch ich hatte wohl einen Anflug von dem erfahren, was viele Menschen als Liebe beschreiben würden. Was aber ehrlich gesagt nicht der Grund war, warum ich mein Geschreibsel unterbrochen haben, es war mir einfach damals zuviel. Gut, ging ganz gehörig schief, erst war ich zu spät an Bord, dann er nicht mehr und im Ergebnis bleibt nix, außer ein paar Wochen mit Schmerzen, die ich davor nicht gekannt habe.
Im Vorgriff dazu habe ich mich nach langem Zögern und Zaudern doch bei dem berühmten Chatprotal für gewisse Minderheiten angemeldet, naja es herschen dort unbestreitbar eigene Regeln. Vor der ersten Message bin ich ziemlich erschrocken und schließlich halte ich dort mein Gesicht das erste Mal nachweißlich in etwas, mit dem man mich als schwul identifizieren könnte. Davor hatte ich lange Bedenken. Im Nachhinein natürlich gänzlich unbegründet. Aber sie waren doch da, und sind nun halt weg. Ich glaube, die Anmeldung dort, das Erkannt-werden-können an sich, hat mich doch sehr wachsen lassen. Einfach nur innerlich, vom Selbstverständnis her, das Gefühl und auch die Sicherheit zu haben, sich nicht mehr verstecken zu müssen, “es” nicht mehr verstecken zu müssen. Müssen stand ohnehin nie von außen im Raum, sondern von innen, von mir selbst. Ich war einfach noch nicht bereit, dass andere es wussten, ohne eine gewisse Reife zu haben. Ich glaube, jetzt habe ich sie, manchmal muss ich mich einfach selbst zu irgend etwas hineinzwingen, dann läuft die Sache.
Soweit zur Emanzipisation in der letzten Zeit, schöne Weihnachtszeit, oder zumindest mal eine solche Vorweihnachtszeit.