Herr schmeiß Hirn ra!

Maxblog: Nicht immer einfach, aber einfach immer.

…So geht weiter liebe Kinder 16 Dezember 2008

Gespeichert unter: Selbstreflexion — Max @ 8:27

Kreative Pause mal unterbrochen, und ich geb mal kurz nen Zwischenstand:

Das (mein) Leben, wurde ein bischen durchgewirbelt. Ja hört sich dumm an, aber auch ich hatte wohl einen Anflug von dem erfahren, was viele Menschen als Liebe beschreiben würden. Was aber ehrlich gesagt nicht der Grund war, warum ich mein Geschreibsel  unterbrochen haben, es war mir einfach damals zuviel. Gut, ging ganz gehörig schief, erst war ich zu spät an Bord, dann er nicht mehr und im Ergebnis bleibt nix, außer ein paar Wochen mit Schmerzen, die ich davor nicht gekannt habe.

Im Vorgriff dazu habe ich mich nach langem Zögern und Zaudern doch bei dem berühmten Chatprotal für gewisse Minderheiten angemeldet, naja es herschen dort unbestreitbar eigene Regeln. Vor der ersten Message bin ich ziemlich erschrocken und schließlich halte ich dort mein Gesicht das erste Mal nachweißlich in etwas, mit dem man mich als schwul identifizieren könnte. Davor hatte ich lange Bedenken. Im Nachhinein natürlich gänzlich unbegründet. Aber sie waren doch da, und sind nun halt weg. Ich glaube, die Anmeldung dort, das Erkannt-werden-können an sich, hat mich doch sehr wachsen lassen. Einfach nur innerlich, vom Selbstverständnis her, das Gefühl und auch die Sicherheit zu haben, sich nicht mehr verstecken zu müssen, “es” nicht mehr verstecken zu müssen. Müssen stand ohnehin nie von außen im Raum, sondern von innen, von mir selbst. Ich war einfach noch nicht bereit, dass andere es wussten, ohne eine gewisse Reife zu haben. Ich glaube, jetzt habe ich sie, manchmal muss ich mich einfach selbst zu irgend etwas hineinzwingen, dann läuft die Sache.

Soweit zur Emanzipisation in der letzten Zeit, schöne Weihnachtszeit, oder zumindest mal eine solche Vorweihnachtszeit.

 

Hälfte des Lebens 29 Oktober 2008

Gespeichert unter: Fremdfabriziertes — Max @ 10:40
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Friedrich Hölderlin

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

 

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUnd Action, äh Urlaub 30 September 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Max @ 3:14

So jetzt hab ich richtig Zeit und Lust, mal wieder etwas zu Papier zu bringen. Ich sitze gerade auf meinem Bett, in dem ich rund ein Drittel meines jugendlichen Lebens verbracht habe, (überschlagen, am Anfang mehr, am Ende weniger) und hab zum ersten Mal seit ungefähr 2 Monaten richtig Ruhe, bzw so Zeit, dass ich nicht in ein paar Stunden wieder etwas machen muss. Das hat mir wirklich gefehlt. Vielleicht bin ich einfach ein fauler Sack, oder ein sensibles Pflänzchen, aber ich mag und brauch das einfach ab und zu. Also mich gibts noch, und ich lebe!

 

Vorerst 11 September 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Max @ 9:55

Der ein oder andere wird es sich angesichts der zeitlich immer weiter auseinender liegenden Posts schon gedacht haben…

Ja ich schaff es einfach nicht mehr, zur Zeit etwas hier rein schreiben zu können. Ich arbeite Vollzeit, der Umzug steht an, ab und an will ich auch mal Rettungsdienst fahren, Freunde wollen getroffen und so weiter und so weiter…

Mein Leben hat sich in der letzten Zeit ziemlich verändert. Ich hätte nicht gedacht, dass dies einmal möglich sein könnte, gehöfft hatte ich es oft, aber so ernsthaft in Betracht gezogen nie. Das ist ein Grund dafür, dass mir leider so allmählich die Zeit ausgeht.

Ich will nicht ausschließen, dass ich hier ab und an wieder etwas hereinschreibe, oder wieder anfange regelmäßig zu schreiben. Aber falls ich es nicht schaffen sollte, so wollte ich mich doch einmal richtig verabschidet haben.

Vielen vielen Dank euch allen, Lesern, Kommentatoren, es hat mir riesigen Spass gemacht, ich möchte eigentlich nicht, dass es zu Ende geht, aber es muss. Ich habe einiges über mich selbst gelernt und hoffe, es hat euch ab und zu auch gefallen, was ich so technokratisch zu Einsen und Nullen gebracht habe.

Machts gut! Bis auf weiteres…

Max

 

Wie definiert sich der Mensch 27 August 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Max @ 10:47

„Ich definiere mich nicht über mein Schwulsein”

„Er ist Leiter des Vertirebs” –Und sonst ein totaler Depp?

Worüber definiert sich ein Mensch? Dass man nicht über seine (andersartige) Sexualität definiert leuchtet jedem ein. Auch diejenigen, deren Charakter hauptsächlich und manchmal ausschließlich über ihre Homosexualität definiert ist, würden für sich in Anspruch nehmen, anders zu sein, mehr zu sein.

Müssen sich Menschen überhaupt definieren? Sind sie nicht so schon genug? Müssen wir noch mal dezidiert festhalten, wo die Eckpunkte unseres Charakters, unseres Verhaltens, unseres Tuns und Denkens liegen? Als ob wir nicht ohne könnten. Jedes Tier kann ohne sich zu „definieren” bestehen. Aber Tiere kommen auch ohne Gefängnisse, Psychologen und Straßen aus. Wir Menschen, die wir ja bekanntermaßen was Besseres sind, können dies nicht. Wir müssen, für uns selbst, aber gerade auch für andere, sagen was wir sind. Sagen, was wir tolles und einzigaritges sind. Keiner darf dem Anderen gleichen. Man muss immer in mindestens einem Punkt besser sein, als das gegenüber, wenn nicht gar in allem(Mein Haus, mein Boot, mein Schaukelpferdchen). Fühlen wir uns nur dann gut, wenn wir dem anderen in mindestens einer Disiplin zeigen können, wo der Hase läuft. Sonst sind wir nur Befehlsempänger, und Befehlsempfänger sind ja nicht so viel wert wie befehlsgeber.

 

Das Leben steht Kopf 23 August 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Max @ 12:47

Als ich gerade auf dem Weg zur S-Bahn war, um einen sehr netten Jungen zu besuchen, mir jedoch vorher noch eine Fahrkarte kaufen musste, sprach er mich an. Er kam von hinten, schrei laut “hallo” und als ich mich umdrehte forderte er mich ziemlich deutlich mit Gesten auf, die Kopfhörer aus meinem Gehörgang zu entfernen. ER war es, der Ansager-Junge. Er wollte mich beraten. Wohin ich fahren möchte. Als ich ihm mein Ziel genannt hatte, sprang er schon los und gab das Fahrtziel in den Automatenn ein, und verkündete stolz den Preis. Nur dass ich für einige Zonen bereits einen Fahrschein hatte, hatte er nicht bedacht. Ich mogelte mich vorsichtig an ihm vorbei, und er fand sofort ein anderes Opfer, das er mit seiner, nun sehr brüchig erscheinenden Stimme, beraten konnte. Was soll noch passieren? Morgen kommt der Papst zum frühstück?

 

Naaaaaaaaaaaaaaain!!! 16 August 2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Max @ 11:12

Ich habe meinen 100. Post an den Jungen in der Ubahn verschwendet, anstatt ihn gebührend zu feiern, und das ist mir alles erst jetzt eingefallen! Kacke, ich wollte doch was ganz besonderes machen… Also dies ist nun Post Nr. 101. Eine neue Ära bricht an. Und alles bleibt beim Alten!