Herr schmeiß Hirn ra!

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Sexuelle Nötigung im Tierreich 7 Mai 2008

Gespeichert unter: Selbstreflexion — Max @ 2:17
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Gerade eben entdeckt: Eine Robbe fällt über einen Pinguin her, oder versucht es zumindest. An sich lustig. Aber ich habe mich schon immer gefragt, ob es theoretisch möglich ist, geschlechtliche Fortpflanzung, also Fortpflanzung mit 2 Individuen, auch bei eigentlich unterschiedlichen Arten von Tieren stattfinden zu lassen. Zum Beispiel Hund und Katze, Mensch und Affe, Reh und Esel? Also würde eine Befruchtung einer Eizelle mit einem Spermium einer völlig andren Art funktionieren?

Und grad eben habe ich entdeckt, es funktioniert! Es gibt Schiegen bzw. Zafe, Mischungen aus Ziegen und Schafen, und Großkatzenhybride, deren Benennung sogar einem festen Schema folgt, wenn man Wikipedia glaubt:

  Löwin ♀ Tigerin ♀ Jaguarin ♀ Leopardin ♀
Löwe ♂ Löwe Liger Liguar Liard
Tiger ♂ Tigon Tiger Tiguar Tigard
Jaguar ♂ Jaglion Jager Jaguar Jagulep
Leopard ♂ Leopon Leotig Lepjag Leopard

Auch Chimären aus Mensch und Kuh sind möglich, nur beschleicht mich dabei ein seltsames Gefühl, das ist mir nicht so ganz geheuer. Bei Tieren hingegen finde ich solche Experimente interessant und weniger schlimm, wobei es das ja objektiv nicht ist, man verschmilzt bei beidem unterschiedliche Gattungen/Arten/Rassen und das Ergebnis einer nicht natürlichen Mischung bleibt auch das Gleiche. Und irgendwann kommt einer mit einer eierlegenden Wollmilchsau um die Ecke…

Die Kirche wettert natürlich dagegen, genauso wie gegen Stammzellen. Ich weiß nicht, welche Position ich einnehmen sollte. Ich sehe die Argumente der Kirche, dass man Gott nicht ins Hanswerk pfuschen sollte. Aber wer nicht glaubt, kann dieses Argument nicht teilen. Und warum lässt Gott dann die Menschen an seiner wichtigsten Schöpfung herumspielen? Das ist zwar eine ähnliche Frage wie, warum Gott Leid auf der Welt zulässt. Aber sie hat auch noch die Konotation, dass wir das Handwekszeug Gottes in unseren Händen halten bzw hielten. Ist Gott wirklich so klein, dass wir im Jahre 2008 bereits mit der Wissenschaft soweit vorran geschritten sind, dass wir es ihm gleich tun können, und Menschen erschaffen/ modifizieren? Lässt Gott das wirklich zu? Oder befürchten die Kirchenvertreter eher, dass mit zunehmenem Wissen über die Welt ihr Argumentationsgrundlage für die Existenz von Gott verloren geht? (Wobei ich nicht der Meinung bin, dass durch zunehmendes Wissen die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes geschmältert wird, sondern vielmehr gestärkt, wenn man sich das faszinierende Zusammenspiel der Naturkräfte ansieht)

Auf der anderen Seite, will ich wissen, forschen, neues erfahren. Ich bin dagegen, künstliche Barrieren für die Forschung aufzubauen, denn was erkennbar ist, soll auch erkannt werden dürfen. Man kann sich, wie im Falle von Atomwaffen, immer noch darauf einigen, diese Erkenntnisse besser nicht einzusetzen. Aber was Erkannt ist, ist immer besser als Nichterkanntes. Und verbieten wir es, so erforscht es jemand anderes, entweder zeitlich oder örtlich versetzt, aber die Wahrheit wird ans Licht kommen.

 

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