Das Wort, das ich auf die einsame Insel mitnehmen würde ist: Demut. Auf diese Frage hörte ich schon die Antworten ”Danke” oder “Nein”. Demut habe ich gewählt, weil es, meiner Meinung nach, so vielfacettig ist. Dass der Begriff so religiös bsetzt ist, ist mir erst auf Wikipedia aufgefallen, aber was soll’s das ist ja nicht negativ.
Die erste Facette wäre für mich die Bescheidenheit, sich einfach nicht zu wichtig zu nehmen, zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt, die sich eventuell auch für den Nabel der Welt halten, aber mit denen man zusammenleben und auskommen muss.
Die zweite Facette wäre die Achtung vor der Schöpfung, dass man sich eben nicht die Erde Untertan macht, sondern (wobei sich das ja nicht widerspricht, ist ja lediglich Auslegungssache) sie bewahrt und sich als einen Teil von ihr betrachtet und entsprechend handelt. Dazu zählt für mich auch die Abwesenheit von Dekadenz, die ich als die schlechtere Ver(sch)wendung von Dingen definieren würde, als sie ein Anderer bnutzen könnte. Also solange noch Menschen hungern müssen, würde ich baden in Milch als Dekadent bezeichnen, da diese Milch anderen Menschen einen größeren Nutzen stiften würde.
Ein weiterer Punkt ist die Dankbarkeit. Dankbar wofür? Und vor allem wem gegenüber? An dieser Stelle müsste ich wohl den Begriff “Gott” einführen, was das für den Einzelnen auch heißen mag. Ich finde, es ist nicht mal notwendig Gott dazu zu sagen, eine höhere Macht, ein Prinzip tut es auch. Dankbarkeit, dass man leben darf, dass man so relativ gut leben darf, denn es gibt immer Menschen, denen es nicht so gut geht wie einem selbst.
Der letzte Punkt resultiert aus den Vorherigen. Einschlägig würde man Nächstenliebe dazu sagen, muss man aber nicht. Es ist einfach die Kooperation von Menschen untereinander, unter der kurzfristigen Vernachlässigung des Egoismus. Man mag zwar kurzfristig von guten Taten nichts haben, aber wenn jeder nächstenliebend handeln würde, würde es einem selbst einmal zu Gute kommen.
Soweit das, was ich unter Demut verstehe und finde, was es uns Menschen im Allgemeinen fehlt. Vor allem aber fehlt es vielen, die mit religiösen Begriffen hantieren und propagieren. Namentlich den Kirchen, die sich häufig in religiösen Kleinklein (zum Beispiel Ächtung von Homosexualität, Machtfragen, Geldfragen) verlieren und dabei das große Ganze (die Nächtenliebe) aus den Augen verlieren.
So jetzt ist es aber genug mit dem Gutmenschtiraden, jetzt gibts erst mal ein Schnitzel
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